ABSCHLUSSFEIER DER FACHAKADEMIE 29.07.2003
Eine "kulinarische Kreuzfahrt"
Unter dem Motto "Kulinarische Kreuzfahrt durch das Mittelmeer" stand die Abschlussfeier der 23 Absolventinnen der Fachakademie für Hauswirtschaft an den Beruflichen Schulen Ahornberg.
AHORNBERG - Die symbolische Reise an den Anrainerländern des Mittelmeers vorbei, ersetzte an diesem festlichen Familienabend im Foyer der Schule eine echte Reise voll und ganz: Nicht nur die Außentemperaturen entsprachen denen in südeuropäischen Ländern, auch in punkto Ambiente mit südländischem Flair und vor allem die kulinarischen Genüsse mit exzellenten Getränken ließen für Stunden vergessen, dass die Schlussfeier in einer Schule Oberfrankens stattfand. Mit Unterstützung der Weingroßhandlung Kretschmann aus Hof, und der Bäckerei Brandler aus Marxgrün, demonstrierten die Schülerinnen des ersten Ausbildungsjahres bereits jetzt ihr Können.
Große Anerkennung zollten die Lehrer und der stellvertretende Landrat Klaus Adelt als Schirmherr der Fachakademie den jungen Damen für ihre Leistungen in den beiden Ausbildungsjahren an der Fachakademie: Keine Gesamtnote war schlechter als "Zwei", ein Ergebnis, das ungeteilte Freude bei den Absolventinnen, ihren Angehörigen und Freunden und beifälliges Staunen bei den Außenstehenden hervorrief.
So verwunderlich sind derartige Ergebnisse freilich nicht, betrachtet man die hohen Voraussetzungen, um überhaupt an die Fachakademie zu kommen. Dazu werden viele Ausbildungsbereiche in den zwei Jahren an der Fachakademie absolviert: Mittlerer Schulabschluss und eine berufliche Vorbildung als Hauswirtschafterin, Bekleidungsschneiderin, Köchin oder eine andere einschlägige Berufsausbildung mit einer Regelausbildungszeit von drei Jahren sind erforderlich, um das Studium der Ernährungslehre, Betrieblichen Haushaltslehre, Berufs- und Arbeitspädagogik und Textiles Gestalten aufzunehmen. Danach folgt - und das gilt auch für 21 der 23 Absolventinnen dieses Jahres - ein einjähriges Berufspraktikum. Erst dann ist der angestrebte Beruf einer staatlich geprüften hauswirtschaftlichen Betriebsleiterin abgeschlossen.
Zwei Absolventinnen wählten jedoch ein anderes Berufsziel und werden jetzt Fachlehrerin für Handarbeit und Hauswirtschaft an einer Grund-, Haupt- oder Realschule. Fachgebundene Fachhochschulreife kann nach bestandener Ergänzungsprüfung und bei einem Notendurchschnitt von 1,5 oder besser im Abschlusszeugnis erzielt werden.
Dank des Engagements des Schirmherren in Verbindung mit den Studentinnen und der Schulleitung - Gymnasiallehrer Hermann Gesell und seiner Stellvertreterin Jutta Dauerer - ist nicht nur der Bekanntheitsgrad der Ahornberger Fachakademie für Hauswirtschaft gestiegen, sondern auch die Bereitschaft, noch mehr als bisher Praktikums- und später Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen.
Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig, wie beispielsweise leitende Aufgaben in Großhaushalten, Kranken-Pflegeanstalten, Heimen , Bildungsstätten, Kantinen, Hotels und Gasthöfen, oder als Fachberaterin in der Lebensmittel-, Haushaltsgeräte- und Reinigungsmittelindustrie, hauswirtschaftlichen Organisationen und Verbraucherberatungsstellen.
Wen wundert's, dass die angehenden staatlich geprüften Betriebsleiterinnnen optimistisch in die Zukunft blicken und gebührend feierten.
LOTHAR WELLER
Der Text und Photos wurden erstellt und zur Veröffentlichung auf unserer Homepage freigegeben von Herrn Lothar Weller, Journalist und Kriminalist, Frankenpost. - Vielen herzlichen Dank dafür.