Gute Noten haben schon Tradition



Auf der Karriereleiter ganz nach oben klettern

Was macht ein hauswirtschaftlicher Betriebsleiter? Ist die Ausbildung dazu kniffelig? Und wo finden die Absolventen eine Arbeit? Antworten auf diese Fragen gab es auf einem Informationsnachmittag der Fachakademie für Hauswirtschaft in Ahornberg.
Der Beruf einer staatlich geprüften hauswirtschaftlichen Betriebsleiterin deckt ein breites Tätigkeitsspektrum ab und bietet viele Perspektiven. Die Besucher wurden darüber informiert, dass die Absolventen dieses Studienganges nach erfolgreich abgeschlossener Prüfung administrative Aufgaben in Kranken- und Pflegeanstalten, Kinder- und Schülerheimen, Seniorenwohnanlagen und Kurheimen ebenso übernehmen können wie die Regie in Kantinen, Hotels und Gasthöfen. Auch steht den hauswirtschaftlichen Betriebsleitern die Möglichkeit offen, Fachberater(in) in der Lebensmittel-, Haushaltsgeräte- und Reinigungsmittelindustrie, bei hauswirtschaftlichen Organisationen und Verbraucherberatungsstellen zu werden. Ein bestandenes Examen wird mit der Fachhochschulreife (dazu gehört noch Unterricht in Englisch und Mathematik) belohnt und kann auch ohne Fachabitur der Einstieg in eine Karriere als Fachlehrerin oder Fachlehrer sein.
Zunächst stellten die Studierenden Nina Zang, Sina Meyer und Bianca Herrmann die FAK vor und berichteten über die Ausbildung.
So spannt sich der Bogen des vermittelten Wissens von der Erstellung bedarfsgerechter Speisepläne, für die auch Warenkenntnisse notwendig sind, über den sachgerechten Einkauf bis zur Zubereitung der Menüs und dem Eindecken der Tische. Auch Textilpflege und Wohnraumgestaltung gehören zu den Dingen, über die eine Hauswirtschaftsleiterin Bescheid weiß. Kenntnisse in Kosten- und Leistungsrechnung, Marketing, Lagerhaltung und Mitarbeiterführung werden ebenfalls vermittelt.
Die Ausbildung dauert drei Jahre und beinhaltet zwei Jahre Schule in Vollzeit mit theoretischer Abschlussprüfung und im dritten Jahr ein betreutes Praktikum in einem Betrieb nach eigener Wahl. Danach folgt die praktische Abschlussprüfung.
Auch über Möglichkeiten in diesem Beruf berichteten ehemalige Absolventinnen. Birgit Schnapp wurde einst als Schülerin der neunten Klasse in der Hauptschule seitens der Berufsberatung mit der Idee konfrontiert, Fachlehrerin zu werden. Nach der Berufsfachschule besuchte sie die FAK in Ahornberg, erzielte beim Fachabitur einen Schnitt von 1,5, studierte und unterrichtet heute als Studienrätin in Bamberg. Ina Klug aus Döhlau absolvierte ihr Praktikum im Seniorenwohnheim Bad Steben. Dort machte sie ihre Arbeit so gut, dass sie gleich übernommen wurde. Anlässlich der Infoveranstaltung berichtete sie nun von ihrem abwechslungsreichen Berufsalltag.
Kristin Gerbeth betonte, mit der Hauswirtschaft wird nahezu jedes Spektrum des täglichen Lebens abgedeckt; sie ist heute Fachlehrerin im Berufsschulzentrum Plauen. An die Zeit in Ahornberg erinnert sich die Vogtländerin gerne. In einer Werkstatt für psychisch Kranke in Baden-Württemberg fungiert Carolin May als hauswirtschaftliche Betriebsleiterin. Auch sie hat den für sich idealen Beruf gefunden und ließ die Gäste an ihren Erfahrungen teilhaben.
Aus betrieblichen Gründen leider nicht kommen konnte die Mitarbeiterin eines großen Unternehmend der Cateringbranche, die das Wissensfundament für ihren beruflichen Aufstieg ebenfalls in der Ahornberger Fachakademie gelegt hat. Details zur FAK gab deren stellvertretende Schulleiterin Jutta Dauerer. So wird für die Studierenden kein Schulgeld erhoben, lediglich die üblichen Kosten wie Büchergeld oder Kopiergeld sind zu entrichten. Aufnahmevoraussetzungen sind ein mittlerer Schulabschluss und eine einschlägige berufliche Vorbildung, bzw. entsprechende Berufsausbildung.

Wir danken Herrn Bußler ganz herzlich für diesen gelungenen Zeitungsbericht und die Erlaubnis, diesen auf unserer Homepage zu veröffentlichen.

 

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