Lärmbelästigung bedeutet die subjektive "Lästigkeit" eines
Geräusches und ist somit von der psychischen Einstellung abhängig. Trotzdem
kann es auch hier zu objektivierbaren Symptomen wie Blutdruckanstieg oder
Schlaflosigkeit kommen. Vgl. Lärmempfinden.
Lärmbelastung ruft Symptome und Erkrankungen hervor, die auf einer durch
den Lärm verursachten Überforderung unseres Organismus beruhen. Vgl.
Lärmgefährdung.
Lärm bzw. ist Lautstärke ist physikalisch messbar und setzt sich aus dem
Schalldruck und der Frequenz zusammen.
Der Schall muss einen bestimmten Schalldruckpegel überschreiten, um gehört
werden zu können. Diesen Schwellenwert nennt man Hörschwelle. Die Hörschwelle
ist frequenzabhängig. Im Bereich von 2000 – 5000 Hz ist das menschliche Ohr
am empfindlichsten, während im Bereich hoher und tiefer Frequenzen, also sehr
hoher und tiefer Töne, erheblich höhere Schalldruckpegel nötig sind, um die
Schwelle zu überschreiten.
Frequenz: Schwingungen pro Sekunde, gemessen in Hertz (Hz).
Höhere Frequenzen als 16.000 Hz bezeichnet man als "Ultraschall",
tiefere als 20 Hz als "Infraschall".
Schall: Schwingungen von Molekülen bzw. Atomen im Bereich von 18 Hz –
20.000 Hz., die z.B. den Luftdruck verändern, also die Dichte der in der Luft
vorhandenen Atome und Moleküle, und somit das Trommelfell in Schwingung
versetzen.
Dezibel (dB): Einheit für die Differenz zwischen zwei Schalldruckpegeln.
Bei einer Frequenz von 1000 Hz und ab 30 dB verdoppelt sich die
Lautheitsempfindung, wenn der Schalldruck um 10 dB zunimmt.
dB(A): Für die Messung von Lautstärkepegeln werden
Schallpegelmessinstrumente verwendet, in die Frequenzfilter eingebaut sind.
Das Messgerät reagiert deshalb auf verschiedene Frequenzen vergleichbar dem
menschlichen Ohr. Es gibt drei international genormte Filter (A, B, C), wobei
A aus Gründen der Vereinfachung heute überwiegend verwendet wird.